Neues Tourismusgesetz: Gemeinden beanstanden Verordnungsentwurf

Das neue Tourismusgesetz sieht die Auflösung der regionalen Tourismusverbände vor. In Zukunft wird es nur noch drei Verbände geben: Nord, Mitte und Süd. Die Gemeinden Loretto, Leithaprodersdorf und Hornstein wehren sich nun gegen diesen Verordnungsentwurf: „Unsere Gemeinden sollen in den Verband Mittelburgenland-Rosalia wandern, das ergibt für uns keinen Sinn, wir sind alle typisch nordburgenländische Gemeinden“, so die Bürgermeister unisono.

Der Verordnungsentwurf wurde den Gemeinden übermittelt. Aktuell können die Gemeinden Stellungnahmen abgeben, so Bürgermeister der Marktgemeinde Hornstein Christoph Wolf: „Wir haben natürlich eine Stellungnahme abgegeben, Hornstein liegt am Fuße des Leithagebirges. Eine Zuordnung zur Rosalia wäre schlicht falsch!“

Kritik auch aus Loretto und Leithaprodersdorf

„Ich kenne niemanden, der unsere Gemeinde als typisch für das Mittelburgenland und die Region Rosalia bezeichnen würde“, erklärt Bürgermeister von Leithaprodersdorf Martin Radatz. Auch Markus Nitzky aus Loretto wundert sich über die Aufteilung: „Bis jetzt waren unsere Gemeinden im Tourismusverband Eisenstadt-Leithaland vertreten, die Zusammenarbeit in der bisherigen Organisation hat einwandfrei funktioniert.“ Die regionalen Tourismusverbände werden durch die Landesregierung aufgelöst und in drei zentrale Verbände neu geschaffen.

Auch die Zusammenarbeit könnte erschwert werden: „Zahlreiche Wanderouten und Mountainbike-Stecken starten auf Hornsteiner Hotter und enden direkt in Eisenstadt. Bis jetzt konnten wir einfach Projekte im Tourismusverband Eisenstadt-Leithaland umsetzen. Wie soll das künftig effizient funktioniert, wenn dort unterschiedliche Zuständigkeiten gegeben sind?“, fragt sich Wolf. Das Gesetz wurde von der SPÖ-Alleinregierung gegen die Stimmen der Opposition beschlossen erklärt Wolf abschließend: „Das Gesetz ist Alleingang der Alleinregierung und damit ist sie auch allein dieser Meinung mit der Zuteilung der Gemeinden!“

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